Category Archives: D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi, Paris (M.P.O.P)

D. Giovannacci, L&B. Ghelfi 1897 Prix Courant (KATALOG/CATALOGUE)

DE: Pierres de Touche = Probiersteine
Diese Steintypen wurden als Probiersteine für Edelmetalle verkauft. Oft verwendete man hierfür Kiseselgesteine (z.B. Lydit, auch Radilarit oder Kieselschiefer genannt), ein schwarzes mit weissen Adern durchsetztes hartes Gestein. Beim Abziehen von Gold oder Silber verblieb ein Abrieb auf dem Stein und man konnte sehr gut den Gehalt des Edelmetalles bestimmen. Es kamen aber auch andere harte Steine zum Einsatz welche von Säuren nicht angegriffen wurden.

EN: Pierres de Touche = Testing Stones
These types of stones have been sold as “Testing Stones” for precious metals like gold or silver. Often siliceous rocks were used (f.ex. Lydite, called also radilarite), a black hard stone with white streaks. When rubbing gold or silver over the stone a trace will stay on the stone. With the trace its possible to estimate the content of the precious metal. Also other hard types of stones have been used, stones which do not show any reaction to acid.

DE: Pierres Hindostan ou Canada = Hindostan + Kanadischer Ölstein beide Steintypen wurden wohl “gleichzeitig” verkauft. Während in alten Katalogen der Kanadische Ölstein immer wieder auch als “ERSATZ” für den Hindostan Stein angepriesen wird und umgekehrt auch.

EN: Pierres Hindostan ou Canada = Hindostan + Canadian Oilstone both types have been sold “at the same time”. In older catalogues we often find Hindostan Stones as a substitute for Canadian Oilstones and vice versa.

DE: Pierre de Saxe = Sächsischer Ölstein, vermutlich wurden die Steine zu diesem Zeitpunkt von den bekannten Brüchen in Thüringen bezogen. Sächsische Ölsteine wurden auch unter dem deutschen Pseudonym als “Forellen” verkauft. Die Steine sind ähnlich hart und fein wie Arkansas Steine (Hart Arkansas / Translucent Arkansas)

DE: Italiennes blanches et jaunes = Italienische weisse und gelbe Steine
Für mich ist es das Erste mal das ich in den alten Katalogen Rasiermesser Abziehsteine aus Italien sehe. Nein wir reden nicht von Sensenwetzsteinen wie z.B. Mailänder Steine sondern hier sind explizit Abziehsteine für Rasiermesser gemeint. Möglicherweise eine Spur zu den oft in Frankreich aufgefundenen Pierre du Sud Ouest (PDSO). Diese Steine sind Thüringer Abziehsteinen sehr ähnlich und haben ein Senf ähnliches dunkles gelb.

EN: Italiennes blanches et jaunes = Italian white and yellow stones
For me it is the first time i’ve seen Italian Razor hones in one of the olf catalogues. We are not talking about scythe stones like f.ex. Mailand Stones. Those are explicetely called Razor Hones. Possibly this might be a trace to those often found stones in france called Pierre Du Sud Ouest (PDSO). Those stones compare well to thuringian water hones, but they show a mustard like dark yellow.

D. Giovannacci & L. Ghelfi “Établissements Belle”, 87 Rue Faubourg St. Antoine (M.P.O.P.) english

ANNOUNCEMENT / DEUTSCHE VERSION / ENGLISH VERSION

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ANKÜNDIGUNG / DEUTSCHE VERSION / ENGLISH VERSION

Inhalt:
1. Allgemein
2. Rue Faubourg Saint-Antoine, Paris
3. L. Belle Succur, Rue de Faubourg No. 84 & 87
4. Bruchbesitzer oder eher Steinschneiderei?
5. Preislisten von 1893, 1896 und 1897
6. Fillialien in London, New York und Milan
7. Die Firmen von F.G.B.C.
8. Die Namen von Personen innerhalb der Geschichte von F.G.B.C

1. Allgemein
Dieses Profil beschäftigt sich mit der frühen Geschichte von F.G.B.C..
Die Firma wurde bereits im Jahre 1845 gegründet.  Wie bereits in dem Profil von F. Ghelfi, Biroleau & Cie. (F.G.B.C.)
erwähnt müssen wir uns gerade aus geschichtlichen Gesichtspunkten auch mit der Herkunft der Familliennamen (Ghelfi, Giovannacci und Bardotti) in Italien beschäftigen. 

M.P.O.P.
M.P.O.P. = Meules, Pierres, Outillage, Produits

Während der Existenz des Unternehmens gab es einige Änderungen, so wurde während eines gewissen Zeitraumes auch der Beiname “Établissements Belle” mit dem Logo der fünf Schleifsteine/Schleifscheiben und der Abkürzung M.P.O.P. welche für “Schleifscheiben, Steine, Werkzeuge und Produkte” steht
(M.P.O.P. = Meules, Pierres, Outillage, Produits) geführt.

 Das Unternehmen hatte eine Fabrik in der 61, Rue de Charonne.  Auf einer Postkarte aus dem Jahre 1898 finden wir weitere wichtige Informationen. Man besaß eine Dampf Anlage “USINE A VAPEUR” und ein Wasserwerk “USINE HYDRAULIQUE”.
Die Karte erwähnt das dass Wasserwerk “USINE HYDRAULIQUE” seinen Standort in Canevara in der Nähe von Massa Carrara, Italien hatte.[1][2]

Weitere Rechnungen belegen eine weitere Fabrik in Cartaro (“Usine de Cartaro”), das Bild zeigt ein großes Gebäude mit zwei Flügelteilen welches über eine Bahnstrecke angefahren werden kann.

J.B. Ghelfi (Jean-Baptiste) war der Bruder von L. Ghelfi (Laurent) der später Miteigentümer der Firma wurde. Dokumentiert ist dies auch auf einem alten Scheck und auf dem Briefkopf der zu Beginn dieses Artikels steht.[3][5]

 Die Firma wechselte Ihren Namen zu: 
D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
87 Rue Faubourg St. Antoine (M.P.O.P.)

Während der Existenz des Unternehmens wurde öfters der Standort gewechselt. So war das Büro und der Laden unter folgenden Anschriften zu finden:

84, Rue de Faubourg, St. Antoine, Paris
87 Rue de Faubourg St. Antoine, Paris
106, Rue de Faubourg St. Antoine, Paris

2. Rue Faubourg Saint-Antoine, Paris
Der Sitz des Famillienunternehmens wurde wohl auch in der Vergangenheit sehr bewusst in den Vierteln von Faubourg Saint-Antoine, Paris gewählt. Das Viertel ist seit dem 15 Jahrhundert bekannt dafür viele Holz- und Möbelhandwerker zu beherbergen. Diese hatten sich schon zur frühen Zeit verstärkt dort niedergelassen, dies wohl auch aufgrund von Steuerbegünstigungen durch den König und die gute Lage an der Seine, über die die Holztransporte nach Paris gelangten.   Auch heute noch finden sich in vielen Hinterhöfen der RUE FAUBOURG  kleine Werkstätten, Läden oder Austellungsräume .

Hier ein aktuelles Google Street View Bild des alten Firmensitzes
von 
D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
In alten Unterlagen findet sich auch Informationen zu dem Haus in der 84, Rue de Faubourg. Der Bau des Gebäudes (Objekt BAH-12-1908-55718) wurde im Jahre 1908 von einem Herrn Ghelfi beauftragt. Architekt war Edouard Jacquemin

Ein weiteres aktuelles Bild des Eingangs
(C) 2015 by Alan / Mr. Wilson

3. L. Belle Succur, Rue de Faubourg No. 84 & 87
Ein anderes altes Bild welches ich gefunden habe. Es stammt aus dem Jahre 1910. Es wurde zu der Zeit augenommen, in der die Große Flut von Paris herrschte, die auch “Inondation” oder “Crue de La Seine” genannt wurde. Große Teile von Paris standen unter Wasser als der Fluss Seine seinen Wasserpegel auf über 8 Meter über dem normal Pegel steigerte.

Auf der linken Seite sehen wir einen kleinen Laden (2. Laden von links) hinter der Kutsche. Das Fenster Werbung zeigt: Schleifscheiben & Schleif und Poliersteine. Direkt über dem Fenster steht: L. BELLE.

Neben dem Laden des “Etablissement Belle” sehen wir die Hausnummer 85, auf den alten Schecks steht geschrieben:

Maison D. Giovannacci & L. & B. Ghelfi
L. BELLE Succr
87, Rue de Faubourg Saint Antoine
ci-devant: 84, même Rue

Das bedeutet das der Laden auf dem Bild wohl in der  87, Rue de Faubourg war. Vorher befand sich der Laden in der 84, Rue de Faubourg.

4. Bruchbesitzer oder eher Steinschneiderei?
Interessant ist, dass nicht ganz klar ist auf welche Geschäftstätigkeit man sich hauptsächlich fokussierte. Es wurden viele unterschiedliche Typen von Steinen nach Frankreich importiert, dies ist auf den alten Fotos und Dokumenten festgehalten. Die Auswahl an Steinen war außerordentlich groß, folgende Sorten wurden angeboten:

Schleifsteine / Rasiermesser Abziehsteine
Arkansas Steine
Sächsische Ölsteine (Pierre de Saxe)
Schottische Steine (Pierres D’Ecosse)
Steine aus der Levante (Türkische Ölsteine)
Steine aus der Lorraine
Steine aus Norwegen
Steine aus der Lombardei
Steine aus den Pyrenéen
Steine aus Russland
Washita Steine

Pierre D’Ecosse (The Celebrated Tam O’shanter Stone)
Zwischen der D. Giovannacci, L.&B. Ghelfi und Tam o Shanter and Water of Ayr Hone Works in Stair, Ayrshire gab es eine für diese Zeit recht große Kooperation. Zum einen hatte man den Vorteil für die Märkte in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Österreich, der Schweiz, Holland und Belgien, Alleinvertreter für die Produkte zu sein. Sicherlich trug auch das Geschäft dazu bei dass die Steine aus Schottland Weltweit einen entsprechenden Ruf bekamen.

Folgende Steine wurden angeboten:
Octogonale (achteckige Steine) für Gerbereien, also für Fellgerber und Fellhändler. Rechteckige Steine für Drucker, Graveure für Druckzylinder, Stoffdrucker und Lithografen. Steine für Holzbearbeitungswerkzeuge sowie Steine für Hohleisen.

Schleifscheiben
Neben dem Geschäft verschiedenster Schleif- und Abziehsteine für kleinere Arbeiten gab es ein umfangreiches Sortiment an Schleifmaschinen mit deren zugehören Schleifscheiben aus verschiedensten Steinarten. Angeboten wurden Steine aus weißen Sandstein, grauen Sandstein, Roten Sandstein oder türkischen Ölstein.

Es kann sein das ein größerer Teil ihres Geschäfts eher das impotieren von Schleifsteinen und dem entsprechenden Material war und diese dann vor Ort zurecht gesägt/bearbeitet bzw. verpackt wurden.  Eine Postkarte dokumentiert den Begriff Sägewerk (Sciere). Auf späteren Dokumenten finden wir Angaben zu alten Brüchen (Carrières) und Firmen (Usines) die sie besessen haben: 

La Nouvelle, La Vaûte, La Parisienne
(Gare Merviller-Vacqueville)

Neufmaison, La Boulaye
(Gare Pexonne)

Béménil-Bas, Bréménil-Haut, La Parisienne
(Gare Badonviller)

Auf einigen der alten Dokumente steht geschrieben das die Steine auch unter Kommission an Verkäufer abgegeben wurden.

5. Preislisten von 1893, 1896 und 1897
Ich hatte die Möglichkeit an weitere Preislisten von D. Giovannacci und L.&B. Ghelfi, 84 Rue Faubourg, Saint-Antoine, Paris zu kommen. Was man eindeutig feststellen kann das bereits zu dieser Zeit ein riesiges Sortiment an Steinen angeboten wurde. Vom Prinzip her war die Verfügbarkeit verschiedenster Steinarten zwischen 1850-1920 wesentlich größer als sich heute Steine beschaffen lassen. Neben den üblichen Steinen wie Belgische Brocken und Thüringer Wassserabziehsteinen gab es ein großes Sortiment an “Rasiermesserabziehsteinen”

Neben dem bisher einzigen Bild der Ghelfi Brüder welches ich im Rahmen meiner Recherchen verwenden durfte geben die Preislisten erstmalig weitere Details über die Ghelfis’ und Ihr Geschäft wieder. Die Zeichnungen wurden von V. Rose angefertigt und finden sich auf der ersten Einlageseite und auf der Rückseite der Preisliste von 1897 wieder. Ich wollte Sie niemandem vorenthalten und habe sie vollumfänglich hier integriert.

Was sehen wir auf den alten Kupferstichen ?

Herstellung von Türkischen Ölsteinen (Pierre Du Levant):

Auf den Bildern sieht man die “üblichen Methoden” für die Stein Fertigung im 19. bis zu Anfang des und 20. Jahrhundert. In der Regel wurden die Maschinen durch reine Wasserkraft betrieben bis man im Rahmen der Dampferzeugung und Elektrifizierung andere Methoden für den Antrieb zur Verfügung hatte. Die Grundlegende Funktion blieb unabhängig von dem Antrieb erhalten.

zu Bild 2: Die großen Steinbrocken wurden auf einem Sägetisch geschnitten, dieser bestand aus einem Unterboden auf dem das Schnittgut lag sowie einem fest verbauten Rahmen in dem die Sägeblätter verbaut waren. Der Rahmen war freihängend und konnte durch einen Flaschenzug angehoben oder abgelassen werden. Die Sägen wurden in der Regel mit Sand und Wasser betrieben, d.h. es gab keine klassischen Sägeblätter wie man es bei einer Säge die z.B. Holz schneidet erwarten würde. Die Zähne wären bei der Nutzung zu schnell abgenutzt und verschlissen.

zu Bild 2: so war es üblich das man Sägeblätter aus Stahl hatte die mit dem kompletten Rahmen auf das Schnittgut abgelassen wurden. Auf die Oberfläche wurde nun Sand gegeben und ein Zulauf von Wasser sorgte dafür das die Hitze reduziert wurde. Dies verhinderte, dass der entstehende Schleifschlamm nicht eindickte und den Schneidevorgang verlangsamte oder stoppte. Durch Ziehen und Schieben des Rahmens auf dem Stein und dem darunter liegenden Sand fraß sich das Sägeblatt immer weiter durch den Stein bis am Schluss das Schnittgut durchtrennt war. Der frei schwingende Rahmen wurden mit einer Achse angetrieben, deren Ende war an einem drehenden Rad befestigt was dafür sorgte das eine zieh- und schiebe Bewegung des Rahmens zu Stande kam.

zu 3.: Polieren (Polissage): Das Planen oder das Abrunden der fertig geschnittenen Steine funktionierte ähnlich. In der Regel gab es einen Tisch ähnlichen runden Aufbau, damit auch mehrere Personen gleichzeitig an dem Arbeitsplatz arbeiten konnten. In der Mitte des Tisches war ein Schleifstein bzw. eine Schleifscheibe horizontal in einer Welle verbaut. Der Antrieb befand sich oberhalb oder unterhalb der verbauten Welle. Im inneren Radius (innerstes 3tel) der Scheibe nach der Welle gab es einen Aufbau in dem ein Schleifmittel (z.B. Sand) gefüllt werden könnte. Durch die horizontale Drehung der Scheibe und dessen Rotation gelangte das Schleifmittel nach und nach auf die Oberfläche so das eine gleichmäßige Benetzung der Oberfläche mit Schleifmittel sichergestellt war. Der Rest der Scheibe war in viertel oder fünftel mit Stahlplanken abgetrennt. Das diente dem Mitarbeiter der die Steine abrichtete Nun wurden die zurecht gesägten Steine entsprechend plan geschliffen, die Ecken sauber abgerundet um am Ende ein finales fertiges Produkt zu haben.

Es gibt mehrere Videos auf Youtube wo man die “Traditionelle Bearbeitung” der Steine sehen kann, bei einem Video kann man das Beschriebene sehr gut nachvollziehen. Man sieht sehr schön das sich zum Ablauf der damaligen Zeit nicht sehr viel verändert hat. Der Antrieb ist mittlerweile elektrisch und natürlich gibt es keinen klassischen Sägerahmen mehr, man nutzt eine Kreissäge. Der Prozess des Sägen und Polieren der Steine ist jedoch geblieben.

Coticule 1966

Carrières des Pierres D’Ecosse (Tam O’Shanter Hone Works):
Eine Außen Ansicht des Geländes der Tam O’Shanter and Water of Ayr Hone Works in Stair

Ladenfront D. Giovannacci, L. & B Ghelfi

Carrières des Pierres Lombardes

 6. Fillialien in London, New York und Milano
In der Preisliste vom 01. Januar 1893[1] sind auch zwei Fillialien in London und New York genannt. Eine dieser Fillialien ist in “The Iron Age, Ausgabe 47” von 1891 genannt. Hier gibt es einen Eintrag  einer Kooperation zwischen Ghelfi & Droescher, 58 Warren Street, New York.[6]

Was die Filiale in Milano (Mailand) angeht so scheint diese nicht lange existiert zu haben. Sie ist lediglich in der Preisliste von 1897 erwähnt und findet später in keinem Dokument eine weitere Erwähnung. Bisher habe ich keine weiteren Details hierzu finden können.

7. Die Firmen von F.G.B.C.
Dieses Kapitel soll eine kleine Übersicht der Veränderungen im Bezug auf die unterschiedlichen vorhandenen Firmen aufzeigen. Aufgrund der vielen vorliegenden Informationen die jedoch nicht voll umfänglich sind stellt dies nur einen Auszug dar. In sofern sich neue Erkentnisse ergeben werde ich diese Übersicht entsprechende aktualisieren. Die Firmen sind entsprechend einer Zeitlinie angeordnet. Zusätzliche Informationen sind in kursiv blau hinterlegt, Zahlendaten mit einem “D: 1928” stehen für existierende Dokumente die entsprechende Fakten oder Zeiten belegen.


Gegründet:  1886 – 1889/1890
Bardotti, Ghelfi & Cie.
106, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris
Usine: 67, Rue de Chemin Vert
D: 1886, 1889, 1890


Gegründet: 1891 -1897
D. Giovannacci & L. Ghelfi

84, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris
Usine: 61, Rue de Charonne
Usine Hydraulique: Massa (Italy)
Fillialien in London & New York
Zu diesem Zeitpunkt hatten Sie eine Fillialie mit Severin Robert Droescher (S.R.D.) die als “Ghelfi & Droescher” in der 58, Warren Street, New York registriert war. 
D: 1893, 1894


Scierie D. Giovannacci & L. Ghelfi

Gegründet: 1898 – 1908/1909
D. Giovannacci & L. & B. Ghelfi
“Scierie de Pierres”
Logo: G & G (Giovannacci & Ghelfi)

84, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris
Usine: 61, Rue de Charonne
Usine Hydraulique: Massa (Italy)
Jean-Baptiste (J.B. / B. Ghelfi) ist dem Unternehmen beigetreten, ein  Markenname wurde unter *G & G* registriert. Die Ghelfi’s verkaufen Ihre Anteile an Giovannacci im Jahre 1902, am Ende des Jahres verkauft Giovannacci diese wieder an Belle. Später wird ein Vertrag zwischen Belle und Giovannacci und Giovannacci und den Ghelfi’s erstellt. 
D: 1897, 1898, 1902, 1908, 1909, 1910


L. Belle letterhead, 28.10.1916

Gegründet: 1908/1909 – XXXX


Meules, Pierres, Outillage, Produits (M.P.O.P.)

D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
L. Belle Meules & Pierres a Aiguiser & A Polir (1906)
L. Belle Succr. (1916)
L. Belle & M.P.O.P. (1926)
Établissement Belle Veuve Valentin Ghelfi Proprietaire & M.P.O.P. (1935)
Logo: M.P.O.P. (Meules, Pierres, Outilllage, Produits )
84, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris
Usine: 61, Rue de Charonne
Usine Hydraulique: Massa (Italy)
later 87, Rue du Faubourg St. Antoine, Paris
Usine et magasin: 72, Rue St.-Maur, Paris
Founder/Owner: Giovannacci & Ghelfi’s, later Belle
Wechsel der Anschrift von 84, Rue du Faubourg nach
87, Rue du Faubourg


Gegründet: 1903 –  XXXX
F. Ghelfi & Cie.
“Maisons F. Ghelfi & Cie. Birolleau Réunies”
Meules & Pierres a Aiguiser & A Polir
7, Rue de Charlot, Paris
Gründer/Besitzer: Ferdinand / Ferdinando Ghelfi
F. Ghelfi & Cie.
“Birolleau Fils Proprietaires”
47, Rue Saintonge, Paris
Gründer/Besitzer: Ferdinand Ghelfi, später Antonin Birolleau
Sperat existierende Firma / Verfahren von Bell gegen Ferdinand Ghelfi, der vorher unter Bell gearbeitet hat. Die Firma existierte neben der von Bell beherrschten Firma.
D: 1913, 1916, 1922, 1925, 1931, 1933 


Datum: 1952 – 1974
F. Ghelfi, Birolleau & Cie.
“Nouvelle Societe des Anciens Etablissements”
(R.C. Seine 57 B 22776, R.C. Seine 273 273,
R.C. Paris 572.227.767)
47, Rue Saintonge, Paris
Gründer/Besitzer: ????
D: 1952, 1968, 1974


Datum: 1969 – XXXX
Ets Ghelfi-Birolleau
Gründer/Besitzer: Maurice Birolleau


Datum: 1981 – XXXX
Birolleau & Cie.
“Maurice Birolleau gérant”
Gründer/Besitzer: Maurice Birolleau


Datum: XXX  – XXXX
Nouvel Ancien Ets F. Ghelfi Birolleau
156, rue Tolbiac Etage 2eme Droite
Gründer/Besitzer: ????

8. Die Namen von Personen innerhalb der Gechichte von F.G.B.C.:
Gerade aufgrund der langen Geschichte von F.G.B.C. ist es schwierig die Historie der Firma durchgängig zu dokumentieren. Seit der Gründung im Jahre 1845 ist einiges an Zeit vergangen und gerade zu alten Fragestellungen nicht mehr viel an Unterlagen vorhanden. Sollte jemand weiterführende Daten zu den unten aufgelisteten Personen und Ihren Bezug zueinander haben, so bin ich für jeden zukünftigen Hinweis dankbar!

Aufgrund der Immigration nach Frankreich haben wir Namen die sowohl in Französisch als auch in Italienisch ausgeschrieben sind, dies macht das Ganze noch etwas komplexer. Ich habe die Namen jeweils in beiden Schreibweisen ergänzt.

Bardotti:
Bardotti

Birroleau’s:
Birolleau Antonin
Birolleau Maurice

Ghelfi’s:
Ghelfi, C. (Constantin/Constantino)
Ghelfi, F. (Fernand/Ferdinando)
Ghelfi, J.-B. (Jean Baptiste)

Ghelfi, M. (Maurice)

Steinhändler
Ghelfi, L. (Laurent/Lorenzo)

Ghelfi, P. (Paul-Diedonné)

Ghelfi, V. (Valentin/Valentino)

Giovannacci’s:
Giovannacci, D.

Sonstige Beteiligte:
MM. Hélin
MM. Malaspina
MM. Capriata-Démosthènes Jean

Chronologie der Dokumente und Bilder:

1845 / Founding of the Company, visible on the
Pricelists from 1893 and 1897 and some of the old letters

1893 / D. Giovannaci, L.&B. Ghelfi Pricelist
from January 1893
D. Giovannaci, L.&B. Ghelfi Prix Courant Janvier 1893
St. Antoine, Paris, 84 Rue Faubourg
Steamplant: 61 Rue de Charonne
Succursales in New York, London und Milan

1889 / Bardotti, Ghelfi & Cie. Pricelist
St. Antoine, Paris, 106 Rue Faubourg

1894 / D. Giovannacci & L. Ghelfi Cheque 31.01.1894
84, Rue Du Faubourg, Saint Antoine

1897 / D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi Cheque 25.11.1897
84, Rue Du Faubourg, Saint Antoine

1898 / D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
Office and Storage: 84, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
Steamplant: 61 Rue de Charonne
Succursales in New York und London

1909 / L. Belle Cheque 18.03.1909
87, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
(CI-Devant 84 mème Rue)


1916 / L. Belle Succr Letter 28.12.1916
D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
87, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
(CI-Devant 84 mème Rue)


1920 / F. Ghelfi & Cie. Cheque and Invoice 20.06.1922
Maisons F. Ghelfi & Cie. et Birolleau réunies
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1922 / F. Ghelfi & Cie. Letter 21.04.1922
Maisons F. Ghelfi & Cie. et Birolleau réunies
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1922 / F. Ghelfi & Cie. Invoice 12.05.1922
Maisons F. Ghelfi & Cie. et Birolleau réunies
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1923 / L. Belle Succr Envelope 27.06.1923
Maison D. Giovannacci & L. & B. Ghelfi
87, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
(CI-Devant 84 mème Rue)


1925 / F. Ghelfi & Cie. Letter 12.12.1925
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1926 / L. Belle Letter 29.03.1926
D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
87, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
(CI-Devant 84 mème Rue)


1931 / F. Ghelfi & Cie. Invoice 12.12.1925
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1933 / F. Ghelfi & Cie. Letter 30.10.1933
47, Rue de Saintonge, Paris (Annexe, 7 rue de Charlot)

1935 / Établissements Belle
(Veuve Valentin Ghelfi Propriétaire)
Letter 22.08.1935
D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
87, Rue Du Faubourg, Saint Antoine
(CI-Devant 84 mème Rue)


1952 / F. Ghelfi Birolleau & Cie. Invoice 11.06.1952
47, Rue de Saintonge, Paris

1966 / F. Ghelfi Birolleau & Cie. Letter
47, Rue de Saintonge, Paris


1974 / F. Ghelfi Birolleau & Cie. Pricelist 01.04.1974
47, Rue de Saintonge, Paris


1985 / F. Ghelfi Birolleau & Cie. Letter
47, Rue de Saintonge, Paris

2015 / Pictures from Mr. Wilson 13.10.2015
84, Rue du Faubourg, Saint Antoine

Quellen und Unterstützer:

[1] Prix Courant 01.01.1893 from D. Giovannacci & L. Ghelfi
[2] Postcards from 1898 from D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
[3] Invoice 22.08.1935 from D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
[4] Cheque 31.01.1894 from D. Giovannacci & L. Ghelfi
[5] Cheque 25.11.1897 from D. Giovannacci, L. & B. Ghelfi
[6] The Iron Age, Issue 47 from 1891

Many thanks to:
Alan (Mt. Wilson), Jethro (Fikira), Mike (Modine), Jörg (Jollo74)
Andrea G. Hollat

RLS

© text and pictures
R
AZOR LOVE STONES

erstellt: 02.02.2016 / überarbeitet: 12.11.2019
PROFILE – 001

Dokumentation der Änderungen:
11/2016 – Kooperation zwischen Ghelfi & Montedonico ergänzt
11/2016 – Chronologie der Dokumente angepasst, sowie Ergänzung des Kapitels über die Tochtergesellschaften (Kapitel 5) sowie Aktualisierung der Firmenübersicht (Kapitel 6)
07/2019 – Ergänzung der Preislisten von 1893 und 1897 sowie Ergänzung der Kupferstiche
07/2019 – Erweiterung und Aktualisierung der Schlagwortliste

11/2019 – Komplette Überarbeitung des Artikels